Studium

Worum geht es?

Am Anfang des Studiums steht das Erlernen altgermanischer Sprachen und das Arbeiten mit altgermanischen Originaltexten (Pflichtsprachen sind Althochdeutsch, Altenglisch, Altnordisch und Gotisch; daneben gibt es regelmässig Angebote für Altsächsisch, Altfriesisch und für Trümmersprachen (Langobardisch, etc.)). Im weiteren Verlauf deckt die VGS mehrere Teilbereiche der germanischen Sprache und Kultur ab. Da man in der Wahl der Fächer relativ frei ist, kann man selbst Schwerpunkte setzen:

Sprachwissenschaft: Es gibt Veranstaltungen zu Phonologie, Morphologie und Lexik in einer vergleichenden Perspektive, wobei das erarbeitete Wissen über die altgermanischen Sprachen auf bestimmte Fragestellungen angewendet wird. Im Fokus steht dann vor allem die Rekonstruktion der germanischen Ursprache, manchmal bis hin zum Indogermanischen.

Mediävistik: Hier geht es um die Beschäftigung mit altgermanischen Texten. Beispiele sind die altnordischen Sagas und Eddas, der altenglische Beowulf oder das Exeterbook, das althochdeutsche Hildebrandslied oder Muspilli und viele mehr.

Germanische Altertumskunde: Dieser Teilbereich nimmt vor allem eine historische Perspektive ein und beschäftigt sich mit den alten germanischen Stämmen, lateinischen Texten (z.B. die Germania von Tacitus) oder mit der Völkerwanderung. Veranstaltungen aus diesem Bereich werden zum Teil von der Archäologie oder vom Historischen Seminar angeboten.

Im November 2010 hat 'NZZ campus' eine Vorlesung zur Germanischen Altertumskunde von Prof. Dr. Ludwig Rübekeil besucht. Der Artikel "Asterix und die Tussi" gibt einen guten Vorgeschmack darauf, wie eine Veranstaltung in der VGS konkret aussieht. [Anm: Der Artikel ist nicht mehr öffentlich zugänglich, befindet sich vielleicht aber noch im Archiv von 'NZZ campus'.]

Rund ums Studium

Im Folgenden findet ihr einige Hilfsmittel, die während des Studiums nützlich sein könnten:

Tutorate

Zu den Einführungsveranstaltungen der VGS werden Tutorate angeboten. Wir empfehlen deren Besuch dringend, da dort Lautgesetze, die im Kurs behandelt werden, praktisch geübt werden können. Ein solches Training hilft zu einem besseren Verständnis und zum besseren Memorieren des Stoffes, was insbesondere für die VGS, die fortan mit diesen Lautgesetzen arbeitet, absolut wesentlich ist. Viele VGS-Studenten der höheren Semester bieten solche Tutorate an. Eine Liste findest du hier.

Freies Tutorat

Im Rahmen des freien Tutorats kann ein Thema bearbeitet werden, welches nach der Meinung der Studierenden im offiziellen Curriculum der UZH fehlt oder zu kurz kommt. Es kann daher genutzt werden, um altgermanische Sprachen oder anderes wieder aufzufrischen.

Einblattgrammatik

Nützliche Tabellen zur Deklination und Konjugation verschiedener altgermanischer Sprachen (erstellt durch Dr. Luzius Thöny).

Literaturverzeichnis

Literatur zu allen Themen der VGS.

Linksammlung

Links zu online-Büchern/Quellen, zu Datenbanken für die Literaturrecherche und anderen interessanten Websites.

Hilfreiche Fonts

Für verschiedene Arbeiten sind diakritische, phonetische oder sogar altgermanische Schriftzeichen wie Runen notwendig. Runenfonts kann man hier herunterladen. Diakritische oder phonetische Zeichen können entweder als Symbole im Word eingefügt werden, oder aber man installiert die isländische Tastatur auf dem Computer, die Buchstaben wie þ oder ð enthält.

Andere Fragen?

Hast du administrative Fragen zum Studium oder brauchst du Hilfe bei der Literaturrecherche? Weitere Informationen sind unter der Rubrik FAQ zu finden.